Die ultimative Checkliste für die perfekte Ferienwohnung Fotoshooting Vorbereitung

Die ultimative Checkliste für die perfekte Ferienwohnung Fotoshooting Vorbereitung

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Der Termin steht? Der Fotograf ist gebucht? Super. Aber jetzt kommt die kalte Dusche: Die teuerste Kamera der Welt nützt gar nichts, wenn der Raum aussieht wie ... naja, wie bewohnt. Eine Kamera ist gnadenlos. Sie sieht jeden Fussel, jedes Kabel und jede Falte im Laken. Damit wir am Shooting-Tag nicht zwei Stunden aufräumen müssen (das geht von Ihrer Zeit ab!), brauchen wir Ihre Vorarbeit. In diesem Guide gehen wir Raum für Raum durch. Ziel ist der absolute Hotel-Look.

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Dietrich Bojko
14. Januar 2026
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Ich sage es meinen Kunden immer wieder: Ein professionelles Fotoshooting ist Teamarbeit. Sie bauen die Bühne, ich mache das Licht an. Oft stehen Eigentümer im Raum und fragen unsicher: "Muss die Kaffeemaschine weg? Stört das Kabel?" Die kurze Antwort: Ja. Die lange Antwort finden Sie hier. Eine gründliche Ferienwohnung Fotoshooting Vorbereitung ist der Unterschied zwischen "ganz nett" und "Wow, da will ich hin!".

Die Goldene Regel: Die Kamera ist dumm

Das menschliche Auge ist gnädig. Wenn wir einen Raum betreten, blendet unser Gehirn den Kabelsalat hinter dem Fernseher einfach aus. Die Kamera tut das nicht. Sie sieht Chaos, wo Sie "Gemütlichkeit" sehen. Deshalb gilt für alle Räume: Decluttering (Entrümpeln). Alles, was kleiner ist als eine Melone und keine Deko-Funktion hat, muss weg. Wir wollen Klarheit.

Abschnitt 1
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1. Allgemein (Der Rundumschlag)

Bevor wir in die Details gehen, hier die Basics für alle Räume:

  • Licht an: Drehen Sie alle Birnen rein. Und bitte: Achten Sie darauf, dass alle Lampen im Raum die gleiche Lichtfarbe haben. "Warmweiß" gemischt mit "Kaltweiß" sieht auf Fotos aus wie in der Zahnarztpraxis.

  • Fenster: Ja, Fensterputzen nervt. Aber bei Gegenlichtaufnahmen sieht man jeden Fingerabdruck. Einmal drüberwischen reicht oft.

  • Weg mit dem Privaten: Familienfotos, Urkunden, Namensschilder? Weg damit. Der Gast will seinen Urlaub erleben, nicht in Ihrem Leben wohnen.

  • Boden: Saugen Sie kurz vorher durch. Und rollen Sie die kleinen Vorleger im Flur zusammen. Ein durchgehender Boden lässt den Raum größer wirken. Teppich-Inseln verkleinern optisch.

Abschnitt 2
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2. Das Wohnzimmer: Der Kabel-Kampf

Hier entscheidet der Gast, ob er sich wohlfühlt.

  • Der Endgegner: Kabel. Router, TV-Kabel, Ladekabel. Verstecken Sie das Zeug! Kleben Sie es notfalls mit Malerkrepp hinter den Schrank. Ich will keine schwarzen Schlangen sehen.

  • Kissen-Karate: Schütteln Sie die Sofakissen auf. Ein Schlag mit der Handkante in die Mitte ("Karate-Chop") lässt sie wertiger und fluffiger aussehen.

  • Tische: Der Couchtisch ist keine Ablage. Eine Zeitschrift, eine Kerze. Schluss. Fernbedienungen gehören in die Schublade.

Abschnitt 3
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3. Die Küche: Klinisch rein

Die Küche ist kein Lagerraum. Sie muss hygienisch wirken.

  • Arbeitsplatte: Räumen Sie alles weg. Wirklich alles. Spülmittel, Lappen, Schwämme, Ölflaschen, Gewürze. Nur die schicke Kaffeemaschine darf bleiben (wenn sie poliert ist).

  • Kühlschrank: Die Front muss nackt sein. Keine Magnete, keine Stundenpläne, keine Kinderzeichnungen.

  • Mülleimer: Wenn er nicht von Wesco oder Vipp ist -> raus in den Flur damit. Niemand will Müll sehen.

Abschnitt 4
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4. Das Schlafzimmer: Der Falten-Feind

  • Bügeln ist Pflicht: Ich wiederhole mich, aber es ist wichtig. Bügeln Sie die Bettwäsche. Falten werfen Schatten. Schatten sehen schmuddelig aus.

  • Nachttische: Ein Buch, eine Lampe. Keine Taschentücher, kein Wecker, kein Ladekabel.

  • Unter dem Bett: Bücken Sie sich mal. Guckt da eine IKEA-Box hervor? Schieben Sie sie tiefer rein.

Abschnitt 5
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5. Das Badezimmer: Klodeckel-Gesetz

Das Bad ist der kritischste Raum. Ein Fehler hier, und der Gast klickt weg.

  • Gesetz Nr. 1: Klodeckel runter! Immer. Ohne Ausnahme.

  • Die Dusche: Leer. Komplett leer. Kein Head & Shoulders, kein Rasierer.

  • Handtücher: Hängen Sie frische, weiße Handtücher auf. Falten Sie sie ordentlich.

  • Trockenheit: Wischen Sie das Waschbecken und die Armatur trocken. Wassertropfen sehen auf Fotos nicht "frisch" aus, sondern unordentlich.

  • Klobürste: Stellen Sie sie für das Foto hinter die Tür. Sie ist nötig, aber nicht fotogen.

Abschnitt 6
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6. Außenbereich: Verkauf die Sonne!

Gerade im Norden ist jeder Sonnenstrahl bares Geld wert.

  • Polster raus: Auch im Winter (wenn es trocken ist). Ein nackter Plastikstuhl verkauft keine Emotionen.

  • Schirm auf: Wenn es nicht stürmt, spannen Sie den Sonnenschirm auf.

  • Mülltonnen: Schieben Sie die Tonnen aus dem Sichtfeld. Niemand will beim Frühstück auf die Biotonne gucken.

Der Profi-Tipp: Der "Türrahmen-Test"

Sie glauben, Sie sind fertig? Stellen Sie sich in den Türrahmen. Nehmen Sie Ihr Handy. Machen Sie ein Foto auf Brusthöhe. Gucken Sie drauf. Fällt Ihr Blick sofort auf das rote Kabel? Stört der Mülleimer? Was Sie auf dem kleinen Handy-Display stört, wird auf meinem 24-Megapixel-Foto riesig sein. Korrigieren Sie es jetzt.

Zusammenfassung & Download

Klingt nach Arbeit? Ist es auch. Aber es lohnt sich. Damit Sie am Shooting-Tag nicht kopflos durch die Wohnung rennen, habe ich Ihnen das alles kompakt zusammengefasst. Ausdrucken, abhaken, entspannen.

Download: Checkliste Vorbereitung Fotoshooting (PDF)

Zusammenfassung
Infografik: Die ultimative Checkliste für die perfekte Ferienwohnung Fotoshooting Vorbereitung
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FAQ zum Thema

Besonders bei uns im Norden ist das Wetter unberechenbar. Für Innenaufnahmen ist bewölktes Wetter oft sogar von Vorteil, da das Licht weicher ist und keine harten Schatten wirft. Für Außenaufnahmen benötigen wir jedoch meistens trockenes Wetter oder Sonnenschein. Sollte "Schietwetter" vorhergesagt sein, kontaktieren wir Sie rechtzeitig, um den Termin ggf. zu verschieben oder den Außen-Teil nachzuholen.

Ja, das ist unser wichtigster Tipp! Auf hochauflösenden Profi-Fotos sieht man jede noch so kleine Knitterfalte. Ungebügelte Bettwäsche lässt das gesamte Schlafzimmer unordentlich wirken, selbst wenn der Rest perfekt geputzt ist. Der "Hotel-Look" entsteht vor allem durch glatte Textilien.

Das entscheidet der Fotograf vor Ort je nach Tageslichtsituation. Wichtig für Sie ist nur: Stellen Sie sicher, dass alle Glühbirnen funktionieren. Achten Sie besonders darauf, keine Lichtfarben zu mischen (z.B. keine bläuliche LED-Birne neben einer gelblichen Glühbirne in der gleichen Lampe), da dies auf Fotos unschöne Farbstiche erzeugt.

Bitte stellen Sie sicher, dass die Wohnung zum vereinbarten Starttermin komplett fertig ist. Der Fotograf beginnt in der Regel sofort mit der Arbeit. Es bleibt keine Zeit, während des Shootings noch zu saugen oder Betten zu beziehen, da dies das Licht-Setup und den Zeitplan durcheinanderbringt.

Wir empfehlen generell neutrale Deko. Wenn wir im Dezember fotografieren, die Bilder aber das ganze Jahr über auf den Portalen zu sehen sind, wirkt ein Weihnachtsbaum im Juli auf potentielle Gäste irritierend ("Ist das Foto aktuell?"). Wenn Sie saisonale Deko wünschen, sagen Sie uns Bescheid – dann machen wir Detailfotos davon, die Sie nach der Saison wieder offline nehmen können.