Lassen Sie uns Klartext reden. Wenn Sie vor fünf Jahren ein Inserat für eine halbwegs saubere Unterkunft auf Rügen ins Netz gestellt haben, konnten Sie sich vor Buchungen kaum retten. Es war die absolute Goldgräberstimmung. Man musste sich fast schon Mühe geben, um keine Gäste zu bekommen.
Diese Zeiten sind offiziell vorbei.
Willkommen in der harten Realität des aktuellen Tourismusmarktes. Wir befinden uns in einer Phase der massiven Konsolidierung. Die Gäste sind noch da – laut den neuesten Zahlen des Statistischen Amtes verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr stolze 32,9 Millionen Übernachtungen. Das ist der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung!
Aber hier ist der entscheidende Haken bei dieser Zahl: Diese fast 33 Millionen Übernachtungen verteilen sich nicht mehr gleichmäßig nach dem Gießkannenprinzip auf alle Vermieter.
Die Schere geht dramatisch auseinander. Während professionelle Gastgeber, die ihr Handwerk verstehen, weiterhin Premium-Preise abrufen und voll ausgebucht sind, schauen die "Hobby-Vermieter" plötzlich in leere Buchungskalender. Die Konkurrenz auf unserer Insel hat massiv aufgerüstet. Wer glaubt, er könne 2024 oder 2025 noch mit den Methoden von 2018 vermieten, wird gnadenlos vom Markt gespült.









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