Digitales Aufräumen – Wo der Spaß aufhört
Letztes Jahr rief mich ein befreundeter Vermieter aus Bayern völlig verzweifelt an. Sein kompletter Dachausbau war nach Monaten voller Staub und Lärm endlich fertig. Wunderschönes Eichenparkett, ein riesiges Panoramafenster mit Blick auf die Alpen, ein brandneues Luxusbad. Ein absolutes Schmuckstück. Der bittere Haken an der Sache? Die bestellte Möbellieferung hing irgendwo in einem Containerhafen fest und verzögerte sich um acht lange Wochen.
Jeder einzelne Tag Leerstand brannte ein massives Loch in seine ohnehin strapazierte Kasse. Er brauchte dringend Inseratsfotos, um Vorbuchungen für die kommende Hochsaison zu generieren. Aber nackte, weiße Wände und ein leerer Holzboden wecken bei niemandem auch nur den Hauch von Urlaubsgefühlen. Leere Räume wirken auf Fotos paradoxerweise immer winzig und versprühen meist den gemütlichen Charme einer unterkühlten Bahnhofshalle.






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